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Carina Bartsch – Kirschroter Sommer

Die Pubertät ist eine vertrackte Zeit! Aus Kindern sollen eigentlich langsam Erwachsene werden, die sich jedoch meistens bereits für Allwissend halten, deren Eltern die Letzten sind, die ihnen noch was erklären können. Das Einzige, was diesen aufgeplusterten Hormonschleudern noch den Schneid abkauft, ist die erste große Liebe! So abgehärtet kann selbst der größte Macho nicht sein, als dass das erste gebrochene Herz nicht auch aus ihm zunächst Mal ein leidendes Etwas macht. Wie demütigend kann der erste Korb sein, wie schmerzhaft der erste Liebeskummer, wie umfangreich die Missverständnisse, die sich bei der ersten großen Liebe so entwickeln können. Standardspruch: „Ich werde niemals wieder jemanden so lieben wie ihn / sie!“ Wie gut, dass man in den meisten Fällen schneller als man denkt wieder darüber hinwegkommt, das Leben weitergeht und man sich in die nächste Liebe stürzen kann. Doch die erste Liebe prägt! Sie und ihr Ausgang können unter Umständen ein wichtiger Richtungsweiser für das zukünftige Liebesleben eines jeden Menschen sein.

Emely freut sich, ihre beste Freundin wieder in ihrer Nähe zu haben, als diese zu Studienzwecken nach Berlin zieht. Endlich sind sie wieder vereint und wohnen nur einige Busstationen voneinander entfernt. Doch es gibt auch Grund zur Klage, denn nicht nur, dass die Freundin in einem Altbau im 5. Stock wohnt – ohne Lift wohlgemerkt -, nein, schlimmer noch: sie ist mit ihrem Bruder Elyas zusammengezogen, auf den Emely bestens verzichten könnte. Er ist derjenige, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat und damit ihr Vertrauen in die Gattung Mann schwer beschädigt hat.

Nicht nur, dass sie nun von ihrer geliebten wenn auch dauerhaft plappernden Freundin ständig vom Lernen abgehalten wird, muss sie sich gegen die plumpen Annäherungsversuche deren Bruders auch noch erwehren. Sie schlägt ihm sogar vor, mit ihm ins Bett zu gehen, damit er endlich von ihr ablässt – mehr will er ihrer Meinung nach sowieso nicht von einer Frau, nur eine schnelle Nummer. Dafür jedoch hält er seine Umwerbungen extrem aufrecht und es fällt Emily immer schwerer ihren Schutzwall gegen ihn aufrecht zu erhalten.

Nur die Emails mit dem geheimnisvollen Luca schenken ihr etwas aufmunternde Ablenkung, doch noch weiß sie immer noch nicht, wer Luca wirklich ist.

„Kirschroter Sommer“ ist ein wundervolles Buch. Es liest sich flüssig, ohne den Anspruch hoher Literatur, doch mit dem des Erzählens einer wirklich süßen Geschichte voller Gefühle, Charme, Humor sowie der klassischen Missverständnisse zwischenmenschlicher Konflikte einer Gruppe junger Erwachsener. Die einzigen zwei Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen haben, waren die – teilweise – englischen Überschriften, die man meines Erachtens auch gut stringent deutsch hätte schreiben können als auch, dass wir jetzt bis Herbst warten müssen, bis wir erfahren, wie es mit Emily und Elyas weitergeht. Gemäß dem Motto: man soll aufhören wenn es am schönsten ist, kommt das Ende schneller als man dafür bereit ist.

Liebe Carina, ich fiebere freudig dem Tweet entgegen, der mich im Herbst darüber informieren wird, den Weg dieser lieb gewonnenen Protagonisten weiter gehen zu können.

Da der Kontakt mit Carina (unser erstes Rezensionsexemplar) so nett war hier mehr Informationen über Sie:
Ihr könnt Carina hier auf Twitter folgen. Link zu Carinas Homepage. Informationen über den Schandtaten Verlag. Und hier könnt Ihr „Kirschroter Sommer“ direkt bestellen!

2 Comments

  1. Carina Bartsch
    Carina Bartsch 16. Juli 2012

    Liebe Pamina,

    ich las den ersten Absatz deiner Rezension und wusste gleich, du hast das Buch nicht nur gelesen und darauf gewartet, dass deine eigenen Vorstellungen darin erfüllt werden, sondern du hast dich mit der Geschichte auseinandergesetzt, sie analysiert und dich in die Charaktere hineinversetzt. Damit gehörst du zu der Sorte Lesern, die man sich als Autor nur wünschen kann.

    Ich möchte mich ganz herzlich bei dir bedanken. Für das Lesen meines Buches, für die wunderbare Meinung, die am Ende dabei herauskam und so toll von dir in einer Rezension zusammengefasst wurde. Und nicht zuletzt für den wirklich sehr netten Kontakt und die Unterstützung, die du einer jungen Autorin zuteil werden lässt.

    Deine Rezension würde ich wirklich sehr gerne auf meiner Homepage verlinken. Und zwar hier: http://carinabartsch.de/rezensionen-zu-kirschroter-sommer
    Wäre das okay für dich? Ansonsten gib mir einfach Bescheid :‘)

    Ich freue mich, dass du dem Tweet entgegenfieberst und bin ganz gespannt auf deine Meinung, wenn du das „Gesamtwerk“ im Herbst gelesen hast :‘)

    Die besten Grüße und ein großes Danke
    Carina Bartsch

    • Pamina
      Pamina 17. Juli 2012

      Liebe Carina,

      Die Freude ist ganz auf meiner Seite – vor allem, wenn ich dann im Herbst auch endlich weiterlesen darf.

      Ich freue mich, wenn Du die Rezension auf Deiner Seite verlinkst und hoffe, wir bleiben in Kontakt.

      Liebe Grüsse
      Pamina

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