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Charlotte Link – Die Sünde der Engel

Habt ihr schon mal einen Roman gelesen, in dem die Hauptfigur total unsympathisch ist? Oder anders gefragt, hattet ihr schon mal einen Krimi in der Hand, indem es nicht einen einzigen Sympathieträger gibt? „Die Sünde der Engel“ war mein Debüt eines solchen Buches. Alle Charaktere hatten etwas völlig Negatives: dumm, feige, unehrlich etc.

Janet Beerbaum ist auf dem Weg von Deutschland nach Schottland. Doch dort kommt sie nie an. Stattdessen wirft sie sich – mal wieder – in die Arme ihres früheren, langjährigen Liebhabers. Sie weiß, dass sie vor den Problemen ihres Lebens, ihrer Familie flieht.

Ihr plötzliches Desinteresse an der Familie kann ihr Mann nicht nachvollziehen, da Janet so nicht nur ihn, sondern auch die gemeinsamen Kinder im Stich lässt: den einen Zwilling, der wegen eines Gewaltdeliktes in einer psychiatrischen Anstalt sitzt und den anderen, der gerade eine neue Freundin gefunden zu haben scheint. Erst als er Janet von seiner Erlaubnis erzählt, diesen Zwilling mit seiner Freundin nach Frankreich in den Urlaub fahren zu lassen, zeigt diese wieder Interesse an der Familie. Allerdings anders als gedacht: sie reagiert darauf mit Bestürzung und Panik. Als plötzlich auch noch der andere Zwilling kurz vor seiner offiziellen Entlassung aus der Anstalt ausbricht, versteht ihr Mann die Welt bzw. seine Familie nun gar nicht mehr.

Was geht nur in den Köpfen dieser Familie vor?

„Die Sünde der Engel“ liest sich sehr schnell und leicht, ist aber leider weder packend noch unterhaltend. Die von der Autorin gewohnte Spannung lässt sehr zu wünschen übrig. Man ist am Ende sogar richtig erleichtert, dass dieser sehr unrealistische und vorhersehbare  Krimi endlich sein Ende findet.

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