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Cody McFadyen – Das Böse in uns

Hat ein Mensch das Recht, ein schlimmes Geheimnis für sich zu behalten, wenn es sich um einen einmaligen Fehler in seinem Leben gehandelt hat?
Ist Wahrheit gleich Wahrheit?
Kann eine Beichte ohne erkennbare Reue verzeihlich sein oder ist es dann eigentlich gar keine Beichte?
Schon früher wurden Morde im Namen Gottes gutgeheißen, ja sogar als nötig und gerecht angesehen. Waren die Kreuzzüge religiöse Notwendigkeit oder Massenmord?
Sind religiös motivierte Sünden weniger Sünde, weil sie im Namen Gottes ausgeführt werden? Ist es richtig, dass Todsünden, die einem Priester bei der Beichte gestanden werden, unter keinen Umständen den Beichtstuhl verlassen dürfen?

Über all diese Fragen stolpert man, wenn man „Das Böse ins uns“ liest. Bei all diesen Gedankenspielen jedoch geht der pure Adrenalinkick nicht verloren. Im Gegenteil – die Nerven sind gespannt wie Drahtseile, wenn Cody McFadyen uns mitnimmt zum 3. Fall der Agentin Smoky Barrett und ihrem Team.

Lisa Reid wird nach der Landung ihres Flugzeuges tot in ihrem Sitz aufgefunden. Ermordet mitten während des Fluges ohne dass jemand etwas mitbekommen hat. Doch Lisa ist gar nicht Lisa. Sie heißt eigentlich Dexter und ist der transsexuelle Sohn eines wichtigen Präsidentschaftskandidaten.
Die Eltern schalten Smoky ein – unter anderem, weil sich Lisas / Dexters Mutter angesichts deren persönlicher Erfahrungen mit der Agentin verbunden fühlt.
Hat Smoky doch in dem Versuch, sich und ihre Familie vor einem Mörder zu schützen, sowohl ihren Mann als auch ihre Tochter verloren. Im Zuge der Untersuchungen findet das Team bei Lisa / Dexter ein silbernes Kruzifix, auf dem eine Zahl eingraviert ist. Bald zeigt sich, dass diese Nummer mehr ist, als nur Zufall.

Schnell wird die religiöse Motivation des Täters offenkundig und oben aufgeführte Fragen treten zum Vorschein. Nur der Täter fühlt sich berufen, die richtige Beichte abzunehmen und erteilt die – seines Erachtens – angemessene Absolution.

Bald hat man auch Angst um unsere Titelheldin. Schafft sie es rechtzeitig den Killer zu finden oder findet er sie eventuell vorher, da auch sie das eine oder andere Geheimnis noch verborgen hält.

Trotz aller Spannung vergisst McFadyen nicht, auf das Zwischenmenschliche einzugehen. So bekommt man gleichzeitig auch wieder schön die neuesten Entwicklungen in den Beziehungen der Teammitglieder mit und kann währenddessen doch hier und da mal etwas Luft holen, bevor man wieder komplett unter Hochspannung gesetzt wird.

Kaum angefangen, lässt einen „Das Böse in uns“ mal wieder nicht aus seinem Bann! Man kann einfach nicht aufhören, man muss sofort wissen, ob und wie Smoky es schafft auf die richtige Spur zu kommen. Wer schwache Nerven oder Schlafprobleme hat, sollte sich definitiv von McFadyen Thrillern fern halten. Allen anderen kann ich nur sagen: klickt sofort auf das Cover und sichert Euch über Amazon Eure nächste Dosis „Adrenalin“.

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