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Cody McFadyen – Ausgelöscht

Ein richtig guter Thriller ist genial. Dieser Knoten im Bauch, der sich durch die Anspannung bildet, wenn man merkt, dass sich der Killer dem Opfer langsam nähert, der eiskalte Schauer, der einem den Rücken hinabfährt, wenn „das Schreckliche“ passiert – gefolgt von erlösender Entspannung, wenn die Situation vorbei ist, bis zu dieser unglaublichen Erleichterung, wenn der Täter gefasst wird. Aber mal so unter uns: des Öfteren frage ich mich, welchen Gehirnen solche Ideen entspringen. Was sind das für Menschen, jene Autoren, denen diese ganzen Grausamkeiten einfallen? Ich hoffe, es ist wirklich nur eine zu stark arbeitende Fantasie….

Cody McFadyen Thriller „Ausgelöscht“ warf diese Frage definitiv mal wieder auf.

Das Team um Smoky Barrett hat sich gemeinsam am Strand versammelt, um eine von den ihren dort in den heiligen Bund der Ehe zu begleiten. Doch die Zeremonie wird jäh gestört, als plötzlich eine Frau aus einem vorbeifahrenden Auto und ihnen – im wahrsten Sinne des Wortes – vor die Füsse gestoßen wurde.

Die Ermittlungen ergeben, dass die Frau seit mehreren Jahren als vermisst gilt – sie wurde in einem Verlies gefangen gehalten – in völliger Dunkelheit – bei drei Mahlzeiten am Tag, 30 Minuten täglicher Gymnastik und verordneter Körperhygiene. Zuwiderhandlungen wurden schmerzhaft bestraft.

Die Frage ist nur: welchen Sinn hat es für den Täter, sein Opfer über Jahre hinweg so zu „halten“?

Der Fall kostet das Team einige Nerven und katapultiert Smoky mal wieder direkt in das Zentrum der Aufmerksamkeit eines Irren – und das gerade zu einem Zeitpunkt, an dem sich für sie privat auch so viel Neues ergibt.

„Ausgelöscht“ hat mich mal wieder auf eine aufregende Fahrt der Thriller-Gefühlsachterbahn mitgenommen. Auslöschend krank! (Schlaf) auslöschend spannend! Genial!

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