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Håkan Nesser – Kim Novak badete nie im See von Genezareth

In der deutschen Literatur gibt es wundervolle Werke! Daher hat es mich mehr als einmal   verwundert, warum wir diese genialen Meisterstücke nicht am laufenden Band zu Lesen bekommen haben. Stattdessen mussten wir uns in regelmäßigen Abschnitten durch die größten Schlaftabletten durchkämpfen. Zu meiner größten „Freude“ schrieben wir gerade über diese Werke dann auch noch gerne Tests, frei nach dem Motto: „was hat sich der Autor beim Schreiben gedacht.“ Zum Schutze meiner Notenleistung konnte ich leider nie als Antwort schreiben: „er dachte garantiert: Wie kann ich – Schriftsteller – es schaffen, von Schlaf wenig verwöhnte Menschen bis in alle Zukunft in einen tiefen, von Träumen verschonten – und fantasielosen Schlaf katapultieren?“

Beruhigend, dass wohl auch Schüler anderer Länder unter dieser Schriftstellerselektion zu leiden haben, denn Haken Nessers Werk – so heisst es auf dem Klappentext –  steht wohl mittlerweile als Schullektüre auf dem schwedischen Lehrplan.

Eriks Mutter liegt im Sterben. Sein Bruder soll die großen Sommerferien daher mit ihm im Sommerhaus in Genezareth verbringen. Auch Eriks Schulfreund, Edmund, kommt mit. Während die zwei 14-jährigen Jungs die Gegend unsicher machen, will Eriks Bruder an seinem Buch arbeiten, das er schreiben möchte.

Doch auch die Aushilfslehrerin der beiden Teenager taucht zunächst in der Umgebung auf; nein, auch bei ihnen daheim. Denn nicht nur die zwei Halbstarken stehen auf die schöne Lehrerin, auch der ältere Bruder – und der hat wohl rein alterstechnisch einen klaren Vorteil.

Doch kann so viel männliches Interesse mit nur einer Testosteron-Rezipientin wirklich gut gehen?

Der tiefere Sinn von „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ hat sich mir leider nicht so ganz erschlossen. Bis zum Ende hab ich mich gefragt, auf was der Autor eigentlich hinaus will. Auch als Erzählung an sich fand ich es einfach  wenig aussagekräftig, null fesselnd, total dröge…

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