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Henning Mankell – Mörder ohne Gesicht


Denkt man an Urlaub und Erholung, denken viele an Sommer, Sonne, Strand und Meer. Die Autobahn Richtung Süden ist daher zu Ferien- und Wochenendzeit hoffnungslos überfüllt. Den Weg in den europäischen Norden finden daher tendenziell eher Liebhaber. Auch ich muss gestehen, habe den Weg in diese Länder auch nur selten gefunden. Nach Dänemark wollen wir aber als nächstes unbedingt Schweden erkunden. Jedes Land lässt sich am besten entdecken, wenn man im vorhinein schon das eine oder andere über das Land und die Gegenden weiß und Dank Mankells teilweise sehr schöne – aber nicht zu aufdringliche – Beschreibungen der Gegenden wird es bestimmt lustig auf den Spuren von Wallander das Land zu erkunden.

Ein altes Ehepaar wird brutal ermordet. Kommissar Wallander und sein Team sind erschüttert  über die augenscheinlich sinnlose Brutalität. Erste Ermittlungen lassen keine Motive erkennen. Die beiden scheinen finanziell gut – aber nicht übermäßig – über die Runden gekommen zu sein, Feinde oder erbwütige Verwandtschaft lässt sich zunächst nicht ausmachen. Die Polizisten tappen im Dunkeln. Auch das letzte Wort der sterbenden Ehefrau „Ausländer“ scheint keinen Sinn zu geben, obwohl sich die Polizisten einig sind, dass es etwas zu bedeuten hat. Statt der Lösung jedoch näher zu kommen, sorgt das Durchsickern dieser Information nur für noch mehr Ärger, da nun die rassistischen Gruppierungen Schwedens ihren großen Auftritt wittern. Noch ein sinnloser Mord geschieht um den sich das Team kümmern muss – diesmal an einem unschuldigen Asylbewerber.

Dann jedoch erhält Wallander eine Information, die ein ganz neues Bild auf die Vermögenssituation des toten Ehemanns wirft. Doch bringt ihn das dem Ziel wirklich näher? Oder ist es wieder nur eine falsche Fährte?

Als ob Wallander damit nicht schon genug Probleme hat, versucht er auch verzweifelt sein Privatleben in Ordnung zu bringen: die Trennung von seiner Frau, sein aufgrund falscher Ernährung steigendes Übergewicht und zu guter Letzt noch die plötzlich erkennbare, beginnende Senilität seines Vaters. Doch wie soll er das alles bewältigen, wenn seine ganze Zeit von dem Fall in Anspruch genommen wird?

Der erste Fall von Mankells Wallander-Reihe „Mörder ohne Gesicht“ hat mich sehr überzeugt. Kein übermäßiges Blutspritzen, aber gute solide Kriminalistik. Die vielfältigen und subtil beschriebenen Charaktere lassen einen schon auf den nächsten Fall freuen.  Zum einen, um den nächsten guten Krimi zu lesen, aber auch, um zu erfahren, wie es mit Wallander & Co. weitergeht.

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