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Henning Mankell – Die Brandmauer


Ich muss Euch ein Geständnis machen: ich habe es mir ein wenig leicht gemacht! Ich habe „Die Brandmauer“ – ebenso wie alle anderen Kurt Wallander – Fälle von Mankell – bereits vor einigen Jahren schon gelesen. Da ich wenig begeistert war, alle Fälle nun noch mal zu lesen und trotzdem finde, sie gehören auf unsere Seite, da sie einen großen Teil unseres Bücherregals ausmachen, war ich sehr begeistert den achten Fall der Reihe – „Die Brandmauer“ – als Hörspiel zu bekommen. Ich dachte, so könne ich mich schnell wieder mit dem Inhalt vertraut machen und Euch damit eine gewohnt objektive Rezension über das Buch schreiben – und das so einfach mal eben nebenbei.

Kurt Wallander muss in diesem Fall zunächst „nur“ den Mord eines Taxifahrers aufklären. Zwei junge Mädchen haben diesen brutal und ohne jede Reue getötet. Er kann nicht verstehen, wie soviel Brutalität von so jungen Frauen begangen worden sein kann und fragt sich, wo diese Entwicklung in der Gesellschaft noch hinführen soll. Plötzlich schafft es eine der Teenager, aus der Polizeistation auszubrechen, nur um dann gegrillt in der Transformatorstation tot wieder aufzutauchen – und dabei die ganze Region Schonen kurzzeitig dunkel werden zu lassen, aufgrund eines großflächigen Stromausfalls.

Irgendwie scheint alles zusammenzuhängen und was zunächst als einfacher, wenn auch nicht nachvollziehbarer und brutaler – Raubmord gehandhabt wird, entpuppt sich plötzlich als international gefährlicher Computerkrimi, dessen Ausgangspunkt genau in Ystad, – Wallanders Einsatzbereich – liegt.

Das Buch „Die Brandmauer“ ist ein unglaublich spannender Krimi, der sehr gut die steigende Frustration und Verzweiflung über die Gesellschaftsentwicklung eines Polizisten demonstriert. Gut kann man sich vorstellen, dass Polizisten, die täglich mit dem Übel der Gesellschaft konfrontiert sind und für die Sicherheit sorgen, immer mehr verzweifeln daran, dass die Verbrecherrate trotz aller Anstrengungen weiter steigt. Der Krimi ist solide, ehrlich und spannend.

Das Hörspiel „Die Brandmauer“ jedoch hat mich ziemlich geärgert. Wallander kommt als Dauerbrüllender Ekelbulle rüber, der ständig pöbelt und giftet. Der Sprecher der allgemeinen Parts klang auf der anderen Seite so stoned, dass es schon erschreckend war und ich ob des sprachlichen Tempos des öfteren nachgesehen habe, ob ich aus Versehen auf halbe Geschwindigkeit gestellt habe.

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