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Janet Evanovich – Einmal ist keinmal


Als Mutter in Elternzeit befinde ich mich in einer Situation, in der ich seit meinem 14 Lebensjahr nicht mehr war: ohne eigenem Einkommen. Bis dahin habe ich gearbeitet: ob Babysitten, Zeitungen austragen oder im Supermarkt an der Kasse sitzen. Aber jetzt habe ich den schönsten Job der Welt: ich erziehe mein Kind und ich verdiene mir ein Lächeln nach dem anderen. Leider kann ich mit diesen wunderschönen Strahlen nicht die neuesten, coolsten Teile bei H&M bezahlen oder den nächsten Gang zum Friseur. Es ist ein sehr seltsames Gefühl, vom Geld meines Mannes zu leben und ständig die Empfindung zu haben, Rechenschaft über meine Ausgaben abgeben zu müssen – auch wenn dem überhaupt nicht so ist.

Ich weiß daher um die Stimmungslage, wie sich Stephanie Plum fühlt, nachdem sie ihren Job verliert, ohne Aussicht auf einen neuen. Ihr läuft der A**** buchstäblich auf Grundeis. Sie muss ihre Möbel verkaufen, ihren Schmuck und bald ist trotzdem nichts mehr vorhanden.

Ihre Eltern will sie nicht um Geld bitten, sondern sich ihre hart erworbene Selbständigkeit bewahren und nicht den Anschein erwecken, Mami und Papi um Hilfe bitten zu müssen. Am Ende bleibt ihr nichts anderes übrig, als bei ihrem Vetter anzufangen. Dies jedoch nicht als Sekretärin wie ursprünglich geplant, sondern als Kautionsagentin. Hierbei soll sie niemand anderen als Joe Morelli fassen – den Kerl, der ihr damals die Unschuld geraubt hat und der momentan als auf die schiefe Bahn geratener Polizist wegen Mordes gesucht wird. Sie findet ihn sogar mehrmals, kann ihn jedoch nie dingfest machen und seine Version der Geschichte lässt ihn alles andere als schuldig erscheinen.

Da Stephanie sich durch ihre neu gewonnene Arbeit auch gleich mit einem äußerst gefährlichen Typen angelegt hat, ist Morelli bald ihr geringstes Problem und irgendwie scheinen beide Fälle sogar immer wieder zusammenzuführen. Doch ist dem wirklich so?

„Einmal ist keinmal“ war sehr erheiternd. Eine äußerst gelungene Krimi-Komödie, die sich gut und gerne liest und einen vom Schmunzeln über Kichern zu schallendem Gelächter und wieder zurück zu angespanntem Atem hin und her reißt. Das Buch ist wirklich sehr zu empfehlen und ich werde mir auch bald die Fortsetzung holen.

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