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Janet Evanovich – Aller guten Dinge sind vier

Als mir in mein erstes eigenes Auto eine Delle gefahren wurde, bin ich schier ausgerastet vor Wut. Niemand darf mein „Zwutschgerl“ einfach so verletzen und dann wegfahren! Ich habe geheult wie ein Schlosshund, als mein Mann und ich es verkauften, da zwei Autos in einem Haushalt mit zwei U-Bahn-Fahrern einfach total „out“ sind und meines als älterer fahrbarer Untersatz vor dem noch nicht abbezahlten Peugeot meines Mannes weichen musste. Auch diesen Wagen gab ich nur schweren Herzens weg, als wir ihn gegen einen kinderfreundlicheren Seat eintauschten. Ja, wir gehen in unserer Familie mit unseren Fahrzeugen recht pfleglich um; sie sind gewissermaßen Teil unserer Familie. Wie gut kann sich ein Auto schätzen, von jemandem wie uns gekauft zu werden und nicht bei jemand wie Stephanie zu landen.

Die schafft es nämlich in ihrem vierten großen Fall als Kopfgeldjägerin gleich zwei Auto hopps gehen zu lassen und macht damit die „aller guten Dinge sind…“ mit kaputtem Auto Nummer Drei voll.

Diesmal macht sie Jagd auf eine Frau, die eigentlich nur das Auto ihres – nun Ex-Freundes aus Rache kurzzeitig unerlaubt spazieren gefahren hat. Alles sieht mal wieder recht einfach aus: hinfahren, einsammeln, abgeben, Provision kassieren. Doch erneut sieht die Realität anders aus. Die Flüchtige hat nicht einfach ihre Verhandlung vergessen, sie ist abgetaucht! Ihre Mutter und ihre Freundin erleiden plötzlich seltsame Unfälle, der Ex-Freund wird mit Rätseln quer durch die Stadt gejagt. Dieser hat Stephanie zusätzlich engagiert, der Kautionsflüchtigen vor Abgabe bei der Polizei von ihm geschriebene pikante Liebesbriefe wieder zu entwenden.

Plötzlich gerät Stephanie mal wieder in den Fokus eines Unmuts: sie wird bedroht; mehr noch ihre Wohnung wird mit einem Sprengsatz in Brand gesteckt und sie muss bei Lesers beliebtestem Polizisten – Joe Morelli – unterkommen.

Kann Stephanie sowohl die einzelnen Rätseln der Kautionsflüchtigen, als auch das Rätsel um diese selbst lösen? Inwieweit ist diese für ihre Bedrohung verantwortlich? Und kann die WG mit Joe wirklich gut gehen???

Fortsetzungsromane verlieren mit der Zeit oft ihren Witz, ihre Spannung! Von „Aller guten Dinge sind vier“ kann man das jedoch nicht behaupten. Wieder einmal ließ die Lektüre dergleichen nicht vermissen. Speziell die Kapitel 9 und 10 konnte ich nur wacklig lesen, da ich das gesamte Kapitel hindurch schallend lachen musste. Aber auch der Rest spült mal wieder sehr effektiv die Lach-Tränen-Drüsen durch.

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