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Janet Evanovich – Tödliche Versuchung

Ich mag es, wenn ich aus Büchern was lernen kann. Durch Stephanies neuesten Fall hab ich einen Streich gelernt, von dem meine Tochter erst in meinem Alter erfahren wird und so nie in die Versuchung kommen soll, wird ihn irgendwo, irgendwann mal auszuprobieren. Ich wünschte jedoch – ehrlich gesagt – ein wenig, ICH hätte ihn früher erfahren: man nehme eine Tüte und fülle sie mit etwas Hundesch****. Diese stellt man dann vor die Tür eines sehr unliebsamen Nachbarn, zünde sie an und klingele. Wenn der „Gute“ dann vor lauter Schreck versucht, das Feuer mit ein paar gezielten Tritten auf die Tüte zu löschen, kämpft er mit einer zweifach dampfenden Angelegenheit.

Mit diesem Trick versucht Stephanie in ihrem neuesten Abenteuer zwei Verfolger loszuwerden, die eigentlich auf der Suche nach Stephanies Kopfgeldjäger-Lehrmeister Ranger sind. Dieser ist in Verdacht geraten, einen Mann ermordet und dann dessen Haus in Schutt und Asche gelegt zu haben. Als Ranger dann nicht zu seiner Verhandlung auftaucht, könnte er damit Stephanies dickster Fisch in ihrer Karriere als Kopfgeldjägerin werden, doch die glaubt 1.) an Rangers Unschuld und weiß 2.) dass sie sowieso keine Chance hat, ihren Ausbilder je zu finden und dann auch noch zu fassen. Daher macht sie sich nicht mal die Mühe und beobachtet, wie sich ihre Verfolger an sie – und damit den falschen Kopfgeldjäger – hängen. Ranger wiederum spannt Stephanie ein, um den eigentlichen Mörder des Toten ausfindig zu machen. Um ungesehen an die herausgefundenen Informationen zu kommen, besucht er Stephanie gerne auch mal nachts -unangemeldet in ihrer Wohnung – ohne dass jemand sein „Eintreten“ bemerkt. Selbst Stephanies Mitbewohner – Hamster Rex, die legendäre Großmutter Mazur, die im Streit mit Papa Plum liegt, seit sie ihn mit einer Schreckschusspistole außer Gefecht gesetzt hat und der liebste Hund der Welt, der ihr aufs Auge gedrückt wurde, können das ständige unerlaubte Eintreten sämtlicher Leute in Stephanies Wohnung nicht verhindern.

„Tödliche Versuchung“ ist wieder einmal hundsmäßig gut. Ich habe teilweise richtiggehend jaulen müssen vor Lachen, wie Stephanie ihre immer noch mangelnde Kompetenz richtig angewandter Gewalt mit einer Prise Intuition – gepaart mit einem gehörigen Schuss Glück – immer wieder wett macht.

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