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Jeffery Deaver – Der Insektensammler

Nach dem Nervenkitzel, den ich bei J. Deavers Buch „Letzter Tanz“ gespürt habe, wollte ich gleich wissen, wie es weitergeht. Gott sei Dank stand auch der 3. Streich der Rhyme / Sachs–Reihe im Regal und ich konnte mich sofort auf ihr nächstes Abenteuer, den „Insekten-sammler“, stürzen.

Der ab dem 4. Halswirbel gelähmte Kriminalist Lincoln Rhyme fährt nach North Carolina, natürlich begleitet von seiner Partnerin Amelia Sachs. Er möchte sich einer experimentellen Operation unterziehen, in der Hoffnung, seinen bewegungsunfähigen Zustand verbessern zu können. Amelia hält davon überhaupt nichts, besteht doch ebenso die Möglichkeit einer Verschlechterung seiner Situation.

Da kommt es ihr ganz gelegen, dass die hiesige Polizei sie bei einer zweifachen Entführung um Hilfe bittet. Der seltsame Teenager Garrett – aufgrund seines Hobbys auch bekannt als der „Insektensammler“-, hat zwei Mädchen in seine Gewalt gebracht und hält sich seitdem versteckt. Amelia sichert der Polizei sofortige Hilfe zu, ist es doch bei Entführungen entscheidend, die Opfer innerhalb von 24 Stunden zu finden.

Lincoln – anfänglich gar nicht glücklich über die Unterbrechung seiner Untersuchungen – glaubt, Amelia will damit nur die Operation verschieben und verweigert seine Hilfe. Am Ende jedoch gewinnt sein Interesse an dem Fall, und v.a. die Sorge um die Mädchen die Überhand und die zwei Kriminalisten starten umgehend damit, die Spuren auszuwerten.

Sie können Garrett aufspüren und sogar eines der Mädchen befreien. Die zweite jedoch, wurde vom Insektensammler an einem anderen Ort versteckt. Im Gefängnis behauptet Garrett, die Entführte nur in Sicherheit vor einem gefährlichen Mann gebracht zu haben. Amelia entwickelt Muttergefühle für den eigenartigen Jugendlichen mit dem ungewöhnlichen Hobby. Sie befreit ihn aus dem Gefängnis, um sowohl das Mädchen in Sicherheit zu bringen, als auch den mysteriösen Mann dingfest zu machen.

Wie sich bald herausstellt, riskiert sie damit nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihr Leben. Aus welcher Richtung die Gefahr allerdings droht, ist mal wieder bis zum Ende nicht klar. Wie schon in seinen letzten Thrillern schafft es Deaver einen Haken nach dem anderen zu schlagen. Immer wenn man glaubt, die innere Anspannung etwas lockern zu können – *peng* -, hat sich alles wieder verändert.

Hat Deaver beim Schreiben von „Der Insektensammlers“ daran gedacht, dass wir nach dem lesen des Buches irgendwann auch noch mal schlafen müssen? Gott sei Dank konnte ich danach noch eine Stunde ins Lauftraining gehen, um so mein Adrenalin wieder auf gesunde Weise abbauen zu können.

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