Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Jeffery Deaver – Letzter Tanz

Heiliger Strohsack!!!

So gepackt von einem Thriller war ich seit Cody McFaydens Smoky Barrett-Reihe nicht mehr. Würde ich Fingernägel kauen, hätte ich mir jeden einzelnen Nagel bis auf die Haut blutig genagt.

Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten zu verstehen, was der Tod des Piloten Ed Carney am Freitag mit der Zusammenkunft einer Grand Jury am darauf folgenden Montag zu tun hat. Nach und nach erklärt sich, dass Ed, sowie seine Frau und ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft beobachtet hatten, wie der Waffenhändler Hansen Beweismittel seiner illegalen Machenschaften in ein Flugzeug verlädt, um sich dieser zu entledigen.

Doch Hansen ist wohl entschlossen mit allen Mitteln zu verhindern, dass die 3 ihre Aussage machen und scheint einen Killer engagiert zu haben, der die Zeugen zum Schweigen bringen soll.  Mit Ed hat er den ersten der drei schon erwischt.

Anders als in vielen anderen Thrillern gibt der Autor die Opfer, das Motiv und die Identität des Killers schon von Anfang an bekannt. Ich wusste anfänglich nicht genau, ob mir das so gefällt, ist für mich doch der Reiz eines guten Buches auch das Rätseln, wer hinter den Morden steckt und warum. Ich war überzeugt, dieses Wissen nehme dem Buch die Spannung.

Aber keine Sorge: der Nervenkitzel stellt sich ab dem ersten Kapitel ein und bleibt bis zum letzten erhalten.

Auf der einen Seite begleitet man nun den Killer und fragt sich immer wieder, was er jetzt als nächstes tun wird.
Auf der anderen ist man gebannt von dem kauzigen Lincoln Rhyme, dem querschnittsgelähmten Kriminalisten und dessen Fähigkeit, Spuren an Tatorten zu finden, die sonst alle übersehen. Er und seine Partnerin Amelia tun alles, die Zeugen zu schützen. Über die gewonnenen Anhaltspunkte versuchen sie, sich so in den Killer hineinzuversetzen, um ihm rechtzeitig einen Schritt voraus zu sein und ihn so zur Strecke bringen zu können.

Es ist unglaublich, wie oft es Deaver in seinem „Letzten Tanz“ schafft, den Leser bei allen bekannten Variablen auf die falsche Fährte zu locken und *zack* plötzlich sind die Karten wieder neu gemischt. Sobald man glaubt, seine Nerven entspannen zu können, passiert wieder etwas derartig Unvorhergesehenes, dass man sich noch mal zum totalen Umdenken gezwungen sieht.

Ich sag nur: HAMMERGEIL!

Schreibe als erster einen Kommentar...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.