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Jilliane Hoffman – Morpheus


In der Welt der Sagen und Mythen ist Morpheus der Gott der Träume. Sein Name leitet sich von dem griechischen Wort „morphe“ ab, was übersetzt so viel wie „Gestalt“ bedeutet. Er erscheint dem Schlafenden immer in vielen unterschiedlichen Gestalten, jedoch immer als Mensch. Sein Vater ist der Gott des Schlafes, in der römischen Mythologie Somnus genannt, während er bei den Griechen Hypnos heißt. Sein Symbol stellt die Kapsel des Schlafmohnes dar, genau der Pflanze, aus der im Jahre 1804 erstmals das Opiat Morphin hergestellt wurde. Für einige Sagenkreise ist Morpheus auch der Gott der Sterbenden. Da die Einnahme von Morphin bei falscher Dosierung durchaus tödlich sein kann, scheint der Zusammenhang der Namensgebung zwischen Gott und Opiat durchaus gerechtfertigt zu sein.

Es ist schon einige Jahre her, seit Staatsanwältin C.J. Townsend den Dämon ihrer Vergangenheit – ihren Vergewaltiger aus Studienzeiten – mit einer List hinter Gitter gebracht hat. Sie weiß, dass er als Frauen mordender Serienkiller „Cupido“ unschuldig ist, aber nicht als Serienvergewaltiger; damit rechtfertigt sie die damals angewandte Lüge, bei der auch einige Polizisten beteiligt waren. Sie weiß aber auch, dass der tatsächliche „Cupido“ – ihr jahrelanger Psychologe und vermeintlicher Freund – tot ist: von ihr selbst getötet, bei dem Versuch, sie selbst in seine lange Reihe von Morden hinzuzufügen. Trotz ihrer Alpträume lernt sie immer mehr mit ihrer Vergangenheit umzugehen.

Doch plötzlich gibt es da einen Mörder, der Jagd auf korrupte Polizisten macht – seltsamerweise haben alle diese zwielichtigen Polizisten noch einen gemeinsamen Nenner: das Wissen, um die Intrige gegen den falschen „Cupido“. C.J. bekommt es mit der Angst zu tun, denn wenn sich ihr Verdacht bewahrheitet, muss sie erneut einen Weg finden, einen Weg, aus dem Fadenkreuz eines Wahnsinnigen zu entfliehen.

„Morpheus“ ist die perfekte Fortsetzung von „Cupido“: genauso spannend, genauso packend. Lest das Buch bitte nur am Wochenende, denn an Schlaf ist danach erstmal nicht mehr zu denken.

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