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Jilliane Hoffman – Argus

Etwas oder jemanden mit Argusaugen zu beobachten bedeutet, dieses oder denjenigen ohne Unterlass zu beobachten und nicht aus den Augen zu lassen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: Misstrauen, Schutz etc.
Abgeleitet wird dieses Sprichwort aus der griechischen Mythologie, in der Zeus‘ Frau Hera dessen Geliebte Io in eine Kuh verwandelte und dann von dem 100-äugigen Argus bewachen ließ, um weitere Ausschweifungen ihres Gatten mit dessen Mätresse zu verhindern. Argus hatte die Fähigkeit, immer einen Teil seiner vielen Augenpaare auszuruhen, während die anderen Io weiter bewachten. So konnte er sicherstellen, seine Gefangene ununterbrochen im Auge zu behalten.

Die junge und ehrgeizige Staatsanwältin Daria DiBianchi hofft mit der Verhandlung des Falles der vergewaltigten, gefolterten und ermordeten Holly auf ihre Chance auf Beförderung. Zunächst sieht alles nach einem Einzelverbrechen aus, doch dann bringt die Mutter des vermeintlichen Täters ein Video, das ihr anonym zugespielt wurde. Dies zeigt einen weiteren Mord, der dem von Daria extrem ähnlich ist. Zu der Zeit des Mordes jedoch war der Verdächtige im Krankenhaus und kann somit auf keinen Fall der Täter sein.

Ergänzende Recherchen zeigen, dass es noch viele weitere Opfer gibt, die auf diese Weise umgebracht worden sind. Der leitende Ermittler – Manny Alvarez – erinnert sich an eine Aussage des im Todestrakt sitzenden Serienvergewaltigers, der unter dem Pseudonym „Cupido“ bekannt wurde, über einen weitreichenden Snuff-Clubs – also einem Club, bei dem mehrere Perverse einem anderen dabei zusehen, wie er jemanden umbringt.

Sollte Cupido damals tatsächlich den Ermittlern einen Hinweis geben wollen, der viele Tote verhindert hätte?

„Argus“ ist der dritte Teil der Cupido-Triologie und hoffentlich das definitive Ende, denn so langsam geht der Story die Luft aus. Der Anfang ist noch sehr spannend, doch die für mich doch sehr ausführlichen Rückblenden zu den Vorgängern „Cupido“ und „Mephisto“ nehmen dem ganzen doch erheblich an Spannung. Für Leser, die mit „Argus“ starten, mag das hilfreich sein. Doch für diejenigen, die die beiden ersten Werke bereits kennen, wirkt es leider etwas ermüdend.

Andrea Sawatzki jedoch ist wieder eine super Sprecherin, die selbst aus den langatmigen Passagen alles herausholt, am Inhalt jedoch leider nichts ändern kann.

1 Kommentar

  1. Lena
    Lena 9. Februar 2014

    Eine treffende Zusammenfassung wie ich finde – und auch eine absolute Empfehlung. Mit einem Preis von 5,42 + Vsk in Gebraucht auch wirklich nicht teuer. Mhhh ich wills haben!

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