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Jo Nesbø – Leopard

Es ist unglaublich, was man alles sammeln kann. Eines dieser doch etwas unbegreiflichen Hobbies, finde ich persönlich, ist das Sammeln alter – oder auch moderner – Folterwerkzeuge. Ich kann ehrlich gesagt nicht richtig nachvollziehen, wie man Spaß am Sammeln von Gegenständen hat, die anderen – oft auch unschuldigen Menschen – brutales Leid und Schmerzen zugefügt haben.

Eine Frau wird getötet – oder tötet sich selbst! Bestialisch! Brutal! In den Mund geschoben wurde ihr ein so genannter Leopoldsapfel. Eine tennisballgroße Kugel mit einer kleinen Schnur daran. Sobald jemand an der Schnur zieht, kommen aus der Kugel erstmal nur Noppen, die einem zwar das Atmen erschweren, doch noch nicht töten. Zieht man jedoch noch einmal daran, ereilt denjenigen ein grausamer Tod, wenn sich die Kugel dann in dessen Mund befindet.

Die Tatwaffe stellt die Polizei von Oslo vor ein großes Rätsel und nach der zweiten Toten, die auf diese Weise umgebracht wurde, wissen sie sich nicht mehr zu helfen. Sie machen sich auf den Weg nach Hongkong, von wo sie Harry Hole – die lebende Legende der Osloer Polizei – wieder zurück nach Norwegen holen wollen.

Dieser hat sich nach seinem letzten Fall mit dem „Schneemann“ im asiatischen Raum in einen vergessenden opiaten Dauer-Rauschzustand versetzt, der ihm auch schon einen gebrochenen Kiefer und ziemlichen Ärger mit der dortigen Mafia eingebracht hat. Trotz allem schafft es nur das Argument, dass sein Vater im Sterben liegt, ihn aus Hongkong wieder nach Hause zu holen.

Dort soll er abgeschieden seines Präsidiums aus einem Büro im Gefängnis nach dem Täter suchen, da das norwegische Kriminalamt mittlerweile plant, die Verantwortung über solche Mordermittlungen den Polizeiinspektionen zu entziehen und zentral aus dem Amt zu leiten. Der dortige Verantwortliche unternimmt alles, um Harrys Ermittlungen zu torpedieren.

Ein für das Kriminalamt arbeitender  Maulwurf in seinem Team, der schwierige Gesundheitszustand seines Vaters sowie seine eigene Anfälligkeit für Drogen und Alkohol lassen Harry erst mal nur schwer in die Gänge kommen, doch nüchtern ist er nach wie vor in seiner Fähigkeit als Ermittler gefangen. Allerdings hat er es diesmal mit einem gefährlichen Gegner zu tun, der es schafft, seine Spuren erneut so zu vertuschen, dass die Fäden immer wieder auseinanderfallen.

Wird Harry es trotzdem noch schaffen, den Fall zu lösen und dadurch vielleicht sogar eine politische Richtungsänderung hinsichtlich der Zentralisierung der Mordermittlungen in Norwegen erzielen?

„Leopard“ ist absolut der Hammer. Bis zum Ende des Buches hat man das Gefühl in einer Achterbahn mitgefahren zu sein. Ständig glaubt man, jetzt hätte Harry den Fall gelöst und plötzlich ändert sich wieder alles, nur um kurz darauf noch einmal komplett die Richtung zu ändern.

6 Comments

  1. Anja
    Anja 6. August 2013

    Habe das Buch auch gelsen, ich kann dir nur zu stimmen ist einfach der Hammer

  2. Blockhaus (Fullwood)
    Blockhaus (Fullwood) 21. August 2013

    Ich habe mehrere Bücher die ich gerne lesen würde, auch dieses hört sich wirklich serh gut an, jedoch finde ich derzeit die Zeit dafür nicht. Vor dem Schlafen kann ich zwar paar Seiten lesen aber bin einfach zu faul da ich wirklich müde bin.

    Ließt du jedes von dir vorgestelltes Buch? Wie viele Bücher ließt du im Monat im Durchschnitt?

    • Pamina
      Pamina 23. August 2013

      Hallo Blockhaus,

      ja, ich habe alle hier vorgestellten Bücher selber gelesen / gehört.

      Wie viele Bücher ich im Monat schaffe zu lesen, schwankt zwischen 2-5 Büchern. Wie viele es wirklich immer so werden hängt von vielen Faktoren ab. Wie gut ist das Buch (für mich schlechte Bücher lesen sich immer langsamer, aber da ich objektiv berichten möchte, lese ich auch diese bis zum bitteren Ende dann fertig) / wie sehr interessiert es mich / Wie gut bzw. leicht ist es vom Schreibstil her zu lesen und das Wichtigste: wie viel Zeit lässt mir mein Kind zum lesen. 🙂

      Viele Grüße
      Pamina

      • Blockhaus (Fullwood)
        Blockhaus (Fullwood) 27. August 2013

        Grüß Dich Pamina,
        danke für die Antwort 🙂

        Klar, das hängt davon ab, wie das Buch geschrieben ist und inwiefern es einem zusagt usw. Aber 2-5 Bücher ist wirklich super, wenn man zudem noch bedenkt, man hat ein Kind noch zu unterhalten 🙂

        Ich würde gern zumindest ein Buch im Monat lesen, jedoch weiß ich aus dem Stand heraus, das Vorhaben wäre zum Scheitern verurteilt.

  3. Kalle
    Kalle 22. August 2013

    Ich persönlich lese eigentlich nur abends im Bett vor dem Einschlafen. Bei manchen Büchern ist das natürlich nicht so schön, solche Literatur zu lesen. Das hier vorgestellte Buch klingt sehr interessant, aber ich werde es wohl erst beim nächsten Strandurlaub mal anlesen.

  4. Ar-City-Werbung
    Ar-City-Werbung 29. August 2013

    Das Buch klingt schon interessant, wobei die Story nicht einen umhaut sondern eher bekannt aus anderen Büchern vorkommt, und scheint zudem ein guter Krimi zu sein.

    Bei dem Preis kann man sich das Buch eigentlich antun und hoffen, dass es ein gutes Buch ist 🙂

    2-5 Bücher sind aber wirklich super, so viel hätte ich auch am besten geschafft.

    Der Name des Autors ist super, der ist wohl auch ein Musiker. Musste kurz mal danach googeln 🙂

    LG

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