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John Katzenbach – Das Rätsel

Wäre es nicht wundervoll in einer Welt ohne Streit oder Kriminalität zu leben?

Utopia lässt grüßen…

In Katzenbachs Thriller, „Das Rätsel“, treibt ein grausamer Serienmörder im 51. Bundesstaat der USA sein Unwesen – genau in DEM Staat, der die komplette Verbrechensfreiheit garantiert. Der Verzicht auf den Datenschutz, sowie die permanente Rechenschaft über seine jeweiligen Aufenthaltsorte soll dieses Versprechen gewährleisten. Einem Leben dort, geht eine genaue Personenüberprüfung voraus; eine konstante Alltagskontrolle ist für Bewohner ein Sicherheit gebendes Ritual; es ist ein freiwilliger, offener Vollzug, zu Gunsten eines angstfreien Lebens – zumindest SOLL  es das sein.

Der Hauptverdächtige ist Jeffrey Claytons Vater, der jedoch seit über 25 Jahren als tot gilt. Jeffrey soll der Polizei nun helfen den Täter zu finden, sei es nun sein Vater oder nicht.

Interessanterweise ist Jeffrey nämlich ein berühmter Psychologieprofessor, der auf das Profiling von Serienkillern spezialisiert ist und der Polizei schon etliche Male erfolgreich helfen konnte.

Nahezu gleichzeitig mit dem Auftauchen der State Security bei Jeffrey mit der Bitte um Hilfe – die eigentlich eher einem Befehl gleicht -, erhalten seine Schwester und seine Mutter seltsame Nachrichten, die aus der Vergangenheit zu stammen scheinen. Doch ist es wirklich der Vater? Warum sollte er gerade jetzt wieder „von den Toten auferstehen“? Wie konnte er vor Jahren als tot gemeldet werden?

Kann Jeffery mit Hilfe seiner Familie für die Polizei herausbekommen, um wen es sich bei dem Mörder handelt? Wie hat er es überhaupt geschafft, unbemerkt in den 51. Bundesstaat zu gelangen? Warum hat er sich gerade diesen Ort als sein Revier ausgesucht?

Viele Fragen, die Jeffery zu beantworten hat.

Auch wenn mir die Vorstellung eines gewaltfreien Staates gefällt, ist es doch sehr unrealistisch. Sollte es tatsächlich möglich sein, Gewaltfreiheit zu garantieren, warum dann nur in einem Staat – wieso nicht im ganzen Land?  Ist es doch genau das, was sich zumindest die meisten Menschen wünschen.

Ich bin davon überzeugt, dass ich mich über das Buch „Das Rätsel“ geärgert hätte. Zuviel ist mir im Nachhinein zu unklar vorgekommen wie etwa: Warum hilft Jeffrey der State Security, letztendlich doch, obwohl er sich anfangs weigert? Warum tauchen die Nachrichten an Mutter und Schwester gerade zu dem Zeitpunkt auf etc etc.

Als Hörbuch fand ich es aber recht spannend umgesetzt. Der Sprecher von „Das Rätsel“, Simon Jäger, hat dieses Hörbuch sehr gut gelesen. Mit seiner Stimme und der Intonierung der verschiedenen Charaktere hat er viel Spannung in die Geschichte gebracht. Die Mutter war mir ebenso sympathisch wie mir die Personen der Polizei und des 51. Staates unsympathisch waren.  Ich habe Herrn Jäger dieses Mal – im Gegensatz zu Katzenbachs „Das Opfer“ – sehr gerne zugehört.

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