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Kerstin Gier – In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Inhaltlich lässt sich zu „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ nicht allzu viel sagen, die Handlung ist kompakt, knackig und unterhaltend.

Carolin ist hoch intelligent. Männer hatten deshalb meistens Angst vor ihr. Nicht so ihr Mann, der jedoch gerade gestorben ist. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie plötzlich, dass sie ein beachtliches Vermögen von ihm geerbt hat, von dem sie bis dato nicht mal wusste, dass es existiert.

Eigentlich hat sie an dem Geld kein Interesse, denn für sie war nur der Mann wichtig, bei dem sie ganz „sie selbst“ sein durfte. Jetzt aber muss sie sich auch noch mit der Familie ihres Mannes rumschlagen: seinen Kindern, seiner Ex-Frau und seinem Bruder, die den alleinigen Anspruch auf das Erbe erheben.

Durch den „Familienstreit“ wird v.a. ihr „Stiefsohn“ zum Problem. Dieser ist pikanterweise auch noch ihr Ex-Freund und derjenige der ihr ihren Mann vorgestellt hat. Um alles noch verzwickter zu machen, bezichtigt er sie zudem als eine notorische Lügnerin, da sie damals versuchte, ihm ihren IQ zu verheimlichen, um ihn dann in einer für seine Schwester äußerst blamablen Situation zu offenbaren – und für den Leser sehr amüsanten.

Am liebsten würde sie auf das Erbe verzichten, um so allen Streitigkeiten zu entgehen.

Ihre Schwester Mimi jedoch redet heftig auf sie ein; sie soll sich für ihr Recht auf das Erbe einsetzen. Und so halten Mimi, Ronnie & Constanze Einzug in die Handlung – alte Bekannte aus der Kerstin Giers „Mütter-Mafia“ und „Die Patin“.

Kerstin Gier sorgt in „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ wieder für viele Lacher und eine entspannte, heitere Atmosphäre.

Die „Mütter-Mafia“ ist nach wie vor Giers Meisterstück, doch „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ hält einen ebenfalls unglaublich hohen Standard und fordert die Lachmuskeln an einigen Stellen wirklich sehr stark heraus.

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