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Per J. Andersson – Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden

Die Medien sind beherrscht von der Situation rund um die Flüchtlinge aus Syrien. Abgesehen von den politischen Diskussionen, gibt es auch die menschliche, kulturelle Komponente. Inwieweit schaffen es die verschiedenen Kulturen zusammenzuwachsen?

In diese Zeit passt dieses Buch ganz wunderbar.

Erzählt wird die wahre Geschichte von Pikay. Sein Vater gehört dem Steppenvolk an, seine Mutter dem Dschungel-Volk. Er selbst wird in Schule und Gesellschaft als Kastenloser – einem sogenannten Unberührbaren – ignoriert und ausgestoßen. Doch sein zeichnerisches Talent bringt ihm ein Stipendium in Neu-Delhi an der Kunsthochschule ein. Sein Leben ist hart, es fehlt ihm trotz Studienhilfe an Geld. Oft schläft er draußen und muss hungern. Als er sein Talent der Portraitzeichnung erkennt, verdient er sich sein Geld damit, Portraits von Touristen an einem belebten Platz zu malen. Er erlangt damit sogar eine gewisse Berühmtheit. Selbst Indira Ghandi lädt ihn zu sich ein, um sich von ihm malen zu lassen.
Auf diese Weise lernt er auch die junge Schwedin Lotta kennen. Doch diese muss bald wieder zurück in die Heimat. Und hier beginnt Pikays Reise.

„Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden“ ist einfach wundervoll, denn obwohl es ein Buch auf dem Weg zur großen Liebe ist, steht vor allem Pikays Leben im Vordergrund und seine spektakuläre Reise von Indien nach Schweden. Was kann man auf so einer Reise nicht alles erleben, vor allem wenn man nicht das Geld hat, um von Hotel zu Hotel zu wandern, sondern sich nur mit Hilfe seines Talentes durchs Leben schlagen muss. Und wie unterschiedlich können die Leute auf einen solchen Weltenbummler reagieren – und trotzdem wieder ganz gleich. Toll vor allem, weil es zeigt, dass wir doch eigentlich alle gleich sind. Auch wenn einzelne Kulturen manchmal im ersten Moment unterschiedlich reagieren, sehnen wir uns doch eigentlich alle nach der großen Liebe. Und da ist es doch dann ganz egal ob Schwede, Inder oder Deutscher….

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