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Reiner Lehberger / Loki Schmidt – Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt


Am 3. März 1919 wurde im Hammerbrock, dem Hamburger Arbeiterviertel, die kleine Hannelore als eine von drei Kindern des Betriebselektrikers Hermann und der späteren Näherin Gertrud Glaser geboren. Schon als kleines Kind gab sie sich den Spitznamen Loki. In der musisch geprägten Lichtwarkschule, die sie ab 1929 besuchte, lernte die spätere gelernte Pädagogin ihren Ehemann in spe und zukünftigen deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt kennen, mit dem sie vom ersten Tag an in die gleiche Klasse ging und auch ihre ersten Zigaretten teilte. Der gemeinsame Tabakkonsum – sowohl privat, als auch selbst in Zeiten des zunehmenden Rauchverbotes in der Öffentlichkeit – waren Zeit ihres Lebens ihrer beider Markenzeichen. Am 21.10.2010 verstarb Loki im Beisein ihrer einzigen Tochter in ihrem Haus in Hamburg. Unvergessen bleiben wird sie jedoch als große Persönlichkeit der deutschen Geschichte, sowie als Entdeckerin vieler Pflanzen, die die passionierte Naturschützerin im Zuge ihrer oft selbst finanzierten Forschungsreisen – bevorzugt mit der Max-Planck-Gesellschaft – unternommen hat.

Über viele Jahre hinweg traf sich Reiner Lehberger mit Loki Schmidt, um mit ihr über spezielle Themen, die sich entweder zufällig ergaben oder über die die beiden gezielt reden wollten, zu sprechen. 20 dieser interessanten Begegnungen sind in diesem Buch zusammengestellt wiedergegeben. Die bei den Treffen aufgenommenen Gespräche erlauben Lehberger eine wortgenaue Wiedergabe der Gedanken dieser beeindruckenden Persönlichkeit.

Post mortem gibt es einem noch mal einen Eindruck darüber, was für ein Mensch Loki Schmidt war, wenn sie über die Liebe zur Natur, ihre Arbeit als Naturschützerin, das Leben als Ehefrau des deutschen Bundeskanzlers oder über ihre Familie im Einzelnen spricht.

Auch wenn ich Frau Schmidt nie als Lehrerin erlebt habe, glaube ich, dass sie eine wundervolle Lehrerin war. Ich wünschte, einer meiner Lehrer hätte jede Schulstunde mit einem Lied begonnen, um die Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit zu fördern und ich wünschte, meine Tochter würde mal so eine einfühlsame Lehrerin bekommen.

„Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt“ ist ein äußerst interessanter Einblick in das Leben einer bewundernswerten Frau, das ich nur empfehlen kann. Jeder sollte sich ein wenig von der Einstellung und der moralischen Grundhaltung abschneiden. Nur den Tabakkonsum sollte man dabei außer Acht lassen, denn der war garantiert nicht vorbildlich.

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