Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Sandra Brown – Bittersüßes Geheimnis

Ich kann momentan keine Filme sehen oder Bücher lesen, in denen Kinder entführt, verletzt oder getötet werden. Da ich selbst erst vor kurzem Mutter geworden bin, geht mir das viel zu nah.

Das Thema des Buches hat mich daher sehr zum Nachdenken gebracht. Angela kämpft um das Leben ihres schwerkranken Sohnes. Ihr Mann ist ihr dabei keine Hilfe, zeigt er sich doch von dessen Schicksal komplett unbeeindruckt. Eines Tages ergibt sich die Chance, der Gefühlskälte ihres Mannes zu entgehen und gleichzeitig ihren Sohn zu retten. Sie geht einen ungewöhnlichen Deal ein: sie trägt das Kind des berühmten Tennisspieler Daniel McCasslin aus, dessen Frau unfruchtbar ist. Im Gegenzug verlangt sie von ihrem Mann, der diesen Deal als zuständiger Gynäkologe eingefädelt hat, die Scheidung. Mit ihrem Anteil an dem Geld, was sie dafür vom Tennisspieler bekommt, will sie die medizinische Versorgung ihres Sohnes finanzieren. Leider sind ihre Bemühungen jedoch vergebens!

Allein dieser Part brachte mich eine geraume Zeit ins Grübeln. Könnte ich das? Natürlich würde ich alles nur erdenklich möglich tun, um mein Kind zu retten. Aber könnte ich ein weiteres austragen, um dann so einfach darauf zu verzichten es aufwachsen zu sehen? Immerhin wäre es mein Kind?!?

Doch kommen wir nun zum zweiten Kapitel von „Bittersüßes Geheimnis“:

nach dem Tod ihres Sohnes denkt Angela nur noch an ihr zweites Kind. Sie entscheidet sich, dieses Kind zu suchen, um es wenigstens einmal zu sehen. Doch wie das Schicksal so spielt, ist nicht nur ihr Sohn, sondern auch McCasslins Ehefrau vor Kurzem gestorben! Es bietet sich tatsächlich die Möglichkeit, Vater und Kind kennen zu lernen – doch kann sie sich wirklich auf diese Situation einlassen, solange sie ihr Geheimnis für sich behält? Kann und darf so etwas überhaupt verheimlicht werden?

Natürlich ist „Bittersüßes Geheimnis“ sehr glatt, vorhersehbar wie meine Reaktion morgens auf das Weckerklingeln. Dafür ist es aber nett und schlüssig geschrieben! Es gibt einem ein gutes Gefühl – ja, das samtige Gefühl der Utopie mit richtig vielen „AAAHHHs“ und „OOOHHHs“.

Schreibe als erster einen Kommentar...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.