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Sandra Brown – Unbestechliche Herzen

Die Psyche des Menschen ist ein unergründliches Konstrukt. Viele Verhaltensweisen sind oft zunächst nicht nachvollziehbar. So zum Beispiel das Stockholm-Syndrom, bei dem die Opfer einer Geiselnahme mit zunehmender Länge der Entführung immer mehr Sympathie für den Täter empfinden. Für dieses Verhalten gibt es unterschiedliche Gründe. Einer davon kann sein, dass es für das Opfer leichter wird, die Situation zu ertragen, wenn es sich einredet, die Motive des Täters zu unterstützen.

Lucas Greywolf flieht aus dem Gefängnis, obwohl er eigentlich nur noch 3 Monate absitzen muss. Er muss eine private Angelegenheit klären, die nicht mehr so lange warten kann. Während seiner Flucht verschafft er sich Zutritt zu Aislinns Wohnung, um dort zu etwas zum Essen zu  bekommen und sich auszuruhen. Statt bei ihrer Rückkehr nach Hause unbemerkt zu fliehen, bleibt er und nimmt sie bei seiner weiteren Flucht als Geisel.

Greywolf kann seine Privatangelegenheit zwar klären, wird daraufhin jedoch geschnappt und zu weiteren 6 Monaten Haft verurteilt. Als er wieder rauskommt, will er sich als erstes offiziell bei Aislinn entschuldigen. Doch auf die Überraschung, die ihn dort erwartet, ist er nicht vorbereitet. Von einer Sekunde zur nächsten ändert sich sein Leben und er zögert auch diesmal nicht lange, bevor er auch gleich Aislinns Leben komplett auf den Kopf stellt.

Ob sich unter solchen Umständen alles zum Guten wenden kann?

„Unbestechliche Herzen“ ist nichts Besonderes, aber wenn man 2-3 Stunden anspruchslose aber nette Lektüre möchte – z.B. am Strand oder im Krankenbett – ist damit ganz gut bedient.

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