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Sidney Sheldon – Schatten der Macht

Als ich mit 16 Jahren das erste Mal aufs Starkbierfest ging, hatte ich am nächsten Tag eine riiiiiesige Mietzekatze im Kopf! Gott sei Dank konnte ich mich nicht mehr an alles erinnern, was im Anschluss an den süffigen Biergenuss passierte. Einiges jedoch war durchaus noch sehr präsent. Was hätte ich dafür gegeben, auch diese Ereignisse dem süßen Vergessen anheim fallen zu lassen. Wie unangenehm muss es jedoch sein, wirklich wichtige Begebenheiten seines Daseins unfreiwillig vergessen zu haben.

Öffentlich wird Catherine Alexander für tot gehalten. Sie lebt jedoch in einem Kloster, wo sie versucht, sich selbst wieder zu finden. Sie wird gequält von Alpträumen und weiß nicht, ob diese zu ihrem früheren Leben gehören oder wirklich nur Träume sind. Vieles aus ihrer Vergangenheit weiß sie nicht mehr, seit sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat. War es überhaupt ein Unfall? Doch plötzlich fasst sie Mut und will herauszufinden, wer sie tatsächlich ist und was damals bei dem „Unfall“ geschah.

Eine Nonne informiert den Milliardär Constantin Demitris über Catherines Entschluss, gilt er doch als ein Freund, der über alle ihre Fortschritte auf dem Laufenden gehalten werden will. Was keiner weiß: er hatte auch ein Verhältnis mit der Frau, mit der Catherines Ehemann sie zur gleichen Zeit betrogen hat.

Die zwei Untreuen wurden mittlerweile wegen des Mordes an Catherine zum Tode verurteilt – das Urteil bereits vollstreckt…!!!.

Tatsache ist allerdings: es gab gar keinen Mord! Catherine erfreut sich bester physischer Gesundheit.

Plötzlich öffnet sich ein Labyrinth vieler Schauplätze und alle beteiligten Personen scheinen eines gemeinsam zu haben: Constantin Demitris.

Oft wird ein Krimi langatmig, wenn zu viele verschiedene Handlungen und zu viele Personen auftauchen. Oft kennt man sich dann auch nicht mehr aus und fragt sich: Was hatte der noch mal damit zu tun?

Sidney Sheldon schafft es aber in „Schatten der Macht“ auf beeindruckende Weise, alle Nebenschauplätze sauber zu verlassen und mit der Handlung nachvollziehbar zu verknüpfen. Kein einziges Mal fragt man sich: wer ist jetzt das wieder? Man ist nur gespannt, welchen Platz derjenige in diesem Personen- und Handlungslabyrinth inne hat.

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