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Sidney Sheldon – Das nackte Gesicht

Als mir der Name Sidney Sheldon auf dem Bücherstapel in Auge fiel, musste ich zugreifen und das Buch kaufen. Immerhin war ich von den vorherigen Werken, die ich von ihm gelesen habe, angetan gewesen. Und auch dieses Buch war spannend – irgendwie.

Der Psychoanalytiker Dr. Judd Stevens ist entsetzt, als er erfährt, dass einer seiner Patienten auf offener Straße – direkt nach einem Termin bei ihm – erstochen worden ist. Die Polizei zeigt ihm bei einer ersten Befragung den Regenmantel, den Stevens dem Patienten zu diesem Zeitpunkt geliehen hatte.

Kurz darauf wird jedoch auch seine Sekretärin mitten in seiner Praxis gefoltert und ermordet und der ermittelnde Polizist zeigt ihm deutlich, dass er Stevens für tatverdächtig hält. Leider ist dieser Polizist jemand, den Stevens vor Jahren auf eine eher unerfreuliche Weise  kennen gelernt hat.

Inwieweit kann der Psychoanalytiker auf eine faire Ermittlung hoffen?

„Das nackte Gesicht“ war gut. Es war spannend zu lesen und trotzdem war es irgendwie wenig nachhaltig im Eindruck. Obwohl ich gefesselt war während des Lesens, konnte ich mich oft schon fünf Minuten später nicht mehr daran erinnern. Es blieb nicht hängen. Es ist wie bei einem Gespräch mit jemandem, den man währenddessen sympathisch findet, an dem man aber einen Tag später auf offener Straße vorbei geht, weil man ihn wieder vergessen hat.

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