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Simon Beckett – Kalte Asche

Ich bin ein totaler Stadtmensch! Auf dem Land – oder auf kleinen Inseln – fehlt mir jegliche Orientierung. Meine Schwiegermutter wohnt in einem Ort, der so klein ist, dass es keine Straßennamen gibt. Dort gibt es mehr Kühe als Menschen. Als ich mit meinem Mann damals zusammenkam und wir die ersten Male zu ihr fuhren, bekam ich doch ein mulmiges Gefühl. Das letzte, was ich jetzt getan hätte, wäre, einen Streit mit ihm anzufangen. Zu groß war meine Angst, er würde mich aus dem Auto rausschmeißen und ich müsste alleine nach Hause finden. Ich hätte zum damaligen Zeitpunkt nämlich NIE WIEDER heim gefunden.

Eigentlich ist Dr. David Hunter – Experte in forensischer Anthropologie – nach einem Auftrag wieder auf dem Heimweg nach London, als er von der Polizei einer kleinen Insel der Äußeren Hebriden gebeten wird, sich dort die Überreste einer verbrannten Leiche anzusehen. Die Polizei kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt selbst kein Team der Spurensicherung entbehren und er sei der Einzige, von dem man wüsste, dass er sich dort fachkundig umsehen kann. Da nicht klar ist, ob es sich bei der Toten um eine Selbstmörderin handelt, wird auch die Dringlichkeit einer Spezialeinheit angezweifelt. David soll nur mal kurz hinfliegen und herausfinden, ob ein Team der Spurensicherung überhaupt wirklich benötigt wird.

Obwohl er sich damit Ärger mit seiner Freundin einhandelt, fliegt er auf die Insel. Dort wird schnell klar, dass unbedingt eine Spezialeinheit benötigt wird, da es sich bei der verkohlten Leiche um ein Mordopfer handelt.

Dann jedoch bricht ein ungeheuerlicher Sturm los und die Insel wird von der Außenwelt komplett abgeschnitten. Auch Strom- und Telefonnetz fallen aus. Plötzlich geschehen seltsame Dinge: ein weiterer Mord geschieht, ein Feuer bricht aus und eine junge ehrgeizige Journalistin bringt alle zur Weißglut mit ihren unangemessenen Recherchen, weil sie die Story ihres Lebens wittert.

Kann David den Mörder unter den eigensinnigen Dorfbewohnern entlarven? Welche Rolle spielt der zugezogene Gönner der Insel, Michael Strachan, in dem Ganzen?

Wie schon sein Vorgänger, fesselt einen „Kalte Asche“ von der ersten bis zur letzten Sekunde. Das Ende ist dermaßen unvorhersehbar, dass man kurz nachdem man glaubt, wieder durchatmen zu können, weil der Höhepunkt des Buches erreicht ist, die Nerven noch mal zum Zerreißen gespannt werden.

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