Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Simon Brett – Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte

Wenn ich schwangeren Kolleginnen oft so zuhöre, wie sie sich ihr Leben mit dem bald kommenden Baby so vorstellen, muss ich immer schmunzeln. Mittlerweile auch, wenn ich Müttern zuhöre, die gerade ihr zweites Kind erwarten. Warum – fragt ihr euch? Na, weil ich mal genauso gedacht habe und nun weiß, wie naiv ich war. Klar kann der Alltag mit dem neuen Familienzuwachs bei manchen gleich auf Anhieb klappen. Aber Tatsache ist: so ein Baby fügt sich einfach nicht in unseren Lebensrhythmus, sondern stellt ganz neue Regeln auf. Und auch wenn man erst einmal hart in der Realität ankommt, merkt man bald: genauso ist es richtig und gut.

Brett gibt in seinem Werk einem Säugling eine Stimme. Jeden Tag seines ersten Lebensjahres berichtet er, was er so erlebt und wie er seine Eltern maßgeblich manipuliert, um seinen Willen durchzusetzen bzw. alles tut, um einfach seinen Eltern deren Willen nicht zu gönnen.

Das, was Brett in „Wie ich meinen Eltern den letzen Nerv raubte“ beschreibt, ist zutreffend. Ich finde es nur schade, dass alles so negativ und vom Säugling als boshaft manipulativ dargestellt wird. Klar, Brett möchte damit dem Ganzen den Witz verleihen und manchmal glaubt man ja auch, die Babys machen das nur, um einen zu ärgern. Ich glaube aber, man kann das Ganze auch witzig schreiben ohne den Babys nur das Schlimmste zu unterstellen. Das fand ich am Ende doch etwas unfair und mit der Zeit eher ärgerlich.

Schreibe als erster einen Kommentar...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.