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Tess Gerritsen – Der Anruf kam nach Mitternacht

Seit einigen Wochen werden wir tagsüber mit etlichen Anrufen bombardiert. Von morgens bis abends klingeln zig verschiedene 0800—- Nummern durch. Teilweise über 10 Anrufe am Tag. Sie denken, sie sind hartnäckig und kommen irgendwann ans Ziel. Aber mein Daumen wird nicht müde, einfach die Stummtaste zu drücken….und wenn er dabei Schwielen kriegt. Als so ein mistiger Anruf dann irgendwann um 23 Uhr kam, bin ich jedoch aus der Haut gefahren. Es ist schlimm genug tagsüber damit genervt zu werden, aber NACHTS???? Da hört es sich doch echt auf. Nächtliche Anrufe bedeuten, dass etwas passiert sein muss und das soll auch so bleiben. Wie schlimm wäre es, sollte ein Abstumpfen gegenüber dem Telefonklingeln bei Nacht eintreten, man geht nicht ran und dann ist wirklich etwas Schlimmes passiert?!?!? Man würde sich Vorwürfe bis an sein Lebensende machen und ich bin davon überzeugt, dass dies wirklich KEIN Verkaufsargument ist.

Sarah Fontaine bekommt mitten in der Nacht einen Anruf vom amerikanischen Botschafter Nick O´Hara mit der bedauernden Information, dass Ihr Mann leider in Berlin bei einem Brand ums Leben gekommen sei. Im ersten Moment bestürzt, schöpft sie jedoch sofort wieder Hoffnung und ist davon überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss. Immerhin ist ihr Mann auf Dienstreise nach London, kann also demzufolge gar nicht der Tote in Berlin sein.

Auch der Botschafter wird nun misstrauisch. Er fängt an, Erkundigungen einzuholen.

Seine Nachforschungen ergeben, dass Sarahs Mann scheinbar erst seit einem Jahr existiert. Davor gibt es keinerlei Unterlagen über diesen Kerl. Gemeinsam mit Sarah will er dem Fall auf den Grund gehen.

Sehr schnell wird klar, dass irgendetwas Eigenartiges vor sich geht, vor allem als plötzlich beide von der CIA beschattet werden und Sarah verfolgt wird.

Mit Nick O´Hara als einzigem Verbündeten macht sich Sarah auf die Suche nach der Wahrheit. Findet sie dabei vielleicht noch etwas anderes?

Zugegeben „Der Anruf kam nach Mitternacht“ kann es wieder nicht mit der Rizzoli-Reihe aufnehmen, da wie auch in Ihrem Romantic-Thriller „Sag niemals stirb“ die Handlung eher oberflächlich dargestellt ist. Trotz allem sind es unterhaltende in großer Schrift geschriebene 300 Seiten. Es ist gut für einen verregneten Tag oder eine schlaflose Nacht, wenn man noch was lesen möchte, ohne sich aber zu viel mit Beschreibungen von Umwelt, Emotionen oder Gedanken auf zu halten.

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