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Tess Gerritsen – Todsünde

Welche Gefühle bringt man eigentlich einer Nonne entgegen? Ist es Respekt? Anerkennung? Bewunderung? Als ich letztens mein Lauftraining im Wald absolvierte, ging eine Nonne vor mir. Das ältere Ehepaar, welches ihr und mir entgegen kam, wandte sich ihr zu, lächelte sie freundlich an und begrüßte sie warmherzig! Bei meinem Anblick verging ihnen das Lächeln sofort, sie schauten genervt auf den Boden und gingen weiter ihres Weges! Klar, ich war keine Nonne, sondern nur eine verschwitzte, mittlerweile schon recht heftig hechelnde Joggerin mit rot angelaufenem Kopf. Eine Nonne jedoch, ist eine Person, dem nahezu jeder Mensch mit einer besonderen Aufmerksamkeit begegnet.

Im 3. Fall der Rizzoli-Reihe werden die Gerichtspathologin Maura Isles und Inspector Jane Rizzoli in ein Kloster gerufen. Eine Nonne kämpft – brutal niedergestreckt – um ihr Überleben, eine junge Novizin liegt erschlagen auf dem Boden. Doch wer vergreift sich an einer Nonne? Das Ganze wird immer mysteriöser, als auch noch herauskommt, dass die Novizin gerade ein Kind zur Welt gebracht hat. Keiner der Klosterbewohner will etwas von einer Schwangerschaft bei der jungen Frau bemerkt haben.

Waren die zwei Opfer nicht schon genug, taucht nun auch noch die Leiche einer Frau auf, deren Gliedmaßen amputiert, sowie ihr Gesicht zur Unkenntlichkeit enthäutet wurden, nachdem sie erschossen wurde. Die Ermittlungen ergeben, dass der Mord dieser Frau mit denen im Kloster zusammenhängen muss. Doch wie genau ist die Frage, die der Mannschaft schwer zu schaffen macht?

Zusätzlich zu den vielen Toten, deren brutales Ableben vom Team aufgeklärt werden muss, versuchen die Kollegen auch noch ihr eigenes Privatleben nicht aus den Augen zu verlieren.

So sieht sich Maura plötzlich wieder mit ihrem Ex-Mann konfrontiert und Rizzoli muss erkennen, dass ihr messerscharfer Polizistenverstand sie privat gerne mal im Stich lässt. Dies zeigt sich besonders, als sie endlich ihre Beziehung mit FBI Agent Gabriel Dean klärt.

„Todsünde“ ist wieder mal absolut gelungen: spannend; packend und nicht mehr aus der Hand zu legen, bis man weiß, wie das Team diese ganzen Fälle miteinander in Zusammenhang bringen und lösen kann. Gerne begleitet man auch wieder das Privatleben der mittlerweile gut bekannten und lieb gewonnenen Protagonisten mit ihren ganz individuellen Spleens.

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