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Tess Gerritsen – Sag niemals stirb

Eigentlich wollte ich als Einleitung dieser Buchbesprechung über den Vietnamkrieg reflektieren. Allerdings steht der Irrsinn dieser Zeit nicht in passendem Kontext zu der Leichtigkeit – um nicht zu sagen, Seichtheit – dieser Vorlage. Daher zitiere ich lieber den Film: Speed: „ich hab´ gehört, dass Beziehungen, die auf extremen Erfahrungen beruhen, nicht von Dauer sind“. Auch diese Beziehung – wäre sie eine reale – müsste sich wohl dieser Befürchtung stellen.

Pilot Maitland stürzt 1970 in Vietnam mit seiner Maschine ab. Was genau geschehen ist, kann – und will auch scheinbar – keiner sagen.

Viele Jahre später macht sich seine Tochter Wilone auf den Weg die Wahrheit über den Absturz ihres Vaters und dessen Verbleib heraus zu finden – ist doch seine Leiche nach wie vor nicht gefunden worden.

Ihr wird jedoch bald klar, dass es schwieriger als erwartet ist, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Nur durch die Hilfe eines Biologen, den sie zufällig auf einer ihrer Stationen kennen lernt, ergibt sich nach und nach ein Bild über die Geschehnisse der letzten Reise ihres Vaters. Allerdings geraten die Zwei bald unter Beschuss, denn es gibt Leute, die nach wie vor ein Interesse daran haben, dass gewisse Geheimnisse weiterhin Geheimnisse bleiben.

Ich habe noch andere Rezensionen zu Sag niemals stirb“ gelesen. Viele raten davon ab, dieses Buch als Gerritsen-Fan zu lesen, da es bei Weitem nicht an die Thriller aus der Rizzoli-Reihe heran reicht, ja sogar flach geschrieben sei. Ich jedoch, finde „Sag niemals stirb“ gut.

Ich gebe den Kritikern in einem Punkt Recht: „Sag niemals stirb“ ist bei Weitem kein tiefgehender, geistig anspruchsvoller Krimi wie die Rizzoli-Reihe. Er ist kurz und knapp, sehr fokussiert auf die eine Handlung und zieht einen nicht mit vielen Details über Gefühle, Gedanken und Umgebung komplett in die Welt der Protagonisten hinein. Es werden auch keine falschen Fährten gelegt, sondern er geht schnurstracks aufs Ziel zu. Für jemanden aber, der wenig Zeit hat und einen Romantikthriller lesen möchte, ist mit dem Buch trotzdem gut bedient. 300 Seiten die sich gut, schnell und spannend lesen lassen.

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1 Kommentar

  1. Mia
    Mia 16. Januar 2013

    Danke, für die offenen Worte. Ich persönlich fand den Roman sehr gut. Nun muss ich gestehen, dass ich noch nicht all zu viele Thriller gelesen habe. Die negative Einstellung zu dem Buch, hat mir da zwischenzeitlich schon etwas Nachdenklich gestimmt. Jetzt weiß ich, dass es noch andere gibt, die diesen Thriller für gut erachten 🙂

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